Wirtschaft
Gaming: Spielen mit Handy oder PC kurbelt Umsätze an
Die Spiele-Industrie ist in den letzten Jahrzehnten rasant gewachsen und hat sich zu einem starken Wirtschaftszweig entwickelt.

INHALTSVERZEICHNIS
Gaming: Die Spiele-Industrie ist in den letzten Jahrzehnten rasant gewachsen und hat sich zu einem florierenden Wirtschaftszweig entwickelt. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) hat sich zu dem Thema einige Gedanken gemacht und interessante Zahlen veröffentlicht. Demnach spielen aktuell rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit. In Österreich sind es laut einer Studie von A1 etwa 54 Prozent der Bevölkerung, die sich mindestens einmal pro Woche mit einem Videospiel beschäftigen.
Obwohl Gaming heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und das Durchschnittsalter in Österreich bei 35 Jahren liegt, wird die Wirtschaftskraft dieser Branche laut WKO trotz ihres enormen Potenzials oftmals noch unterschätzt. Alleine die weltweiten Umsätze für PC-Spiele haben sich zwischen 2011 und 2019 auf über 31 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppelt.
Gaming mit Handy oder PC kurbelt Umsätze an
Die wirtschaftliche Bedeutung der Entwicklung von Computerspielen in Österreich wurde 2024 im Rahmen einer Studie ermittelt. Demnach generierten rund 90 heimische Entwicklerstudios zuletzt insgesamt 24,1 Millionen Euro Umsatz und eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von 51,1 Millionen Euro. Dabei haben die österreichischen Spiele-Studios innerhalb von drei Jahren insgesamt 197 Spiele produziert.
Die Studios sichern damit pro Jahr in Summe 958 Arbeitsplätze in der österreichischen Volkswirtschaft ab und beschäftigen selbst 474 Mitarbeiter. Spieleentwicklung in Österreich konzentriert sich in erster Linie auf PC- und Mobile Games für Smartphones und Tablets. Auch immersive Technologien wie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) stehen hoch im Kurs.
Kenntnisse in Marketing und Public Relations
Die Arbeitsschritte bei der Entwicklung von Spielen gehen heute weit über die reine Programmierung hinaus. Moderne Spieleentwickler müssen sich auch mit Grafik und Sound beschäftigen und zudem Kenntnisse in Marketing und Public Relations mitbringen. Die Studie zeigt, dass der Altersdurchschnitt im Gaming-Bereich deutlich jünger ist als in anderen Branchen. Ein Großteil der Spieleentwickler sind zwischen 15 und 34 Jahre alt, rund ein Drittel zählt zwischen 35 und 44 Jahre. Über 45 Jahre sind nur knapp 4 Prozent.
Die überwältigende Mehrheit hat einen Universitäts- oder FH-Abschluss, über 97 Prozent weisen zumindest eine Ausbildung an einer höheren Schule vor. Der Anteil an Akademikern ist damit rund dreimal so hoch wie jener der heimischen Bevölkerung im Alter zwischen 25 und 64 Jahren. Eine fachspezifische Ausbildung gilt in der Branche auch als wichtiges Einstellungskriterium, wenn es um die Auswahl neuer Kolleginnen und Kollegen geht.
Die größten Spielemärkte sind außerhalb Europas
Jung ist nicht nur die Belegschaft, die Entwicklerunternehmen selbst sind es auch. Mehr als jedes fünfte Unternehmen steckt in der Seed- oder Startup-Phase. Rund die Hälfte steht noch ganz am Anfang: Der Markteintritt ist erfolgt, langsam werden erste Umsätze erzielt. Die internationale Expansion gelingt knapp jedem vierten Unternehmen. Im weltweiten Ranking der Märkte nach Spieleinnahmen, liegt Österreich an 31. Stelle von insgesamt 100 beobachteten Märkten.
Die größten Spielemärkte finden sich außerhalb Europas, etwa in China, den USA, Japan und Korea. Der weltweite Markt in Kombination mit dem Vorteil, die Produkte digital vertreiben zu können, führt zu einem regen Exportverhalten der österreichischen Spieleentwickler. Knapp 40 Prozent der Befragten sehen dem gesamten, weltweiten Markt als mögliches Exportterritorium.
Quellenangabe: Wirtschaftskammer Österreich (WKO)

-
Wirtschaftvor 2 Tagen
Apple: Massive Investitionen in den USA offiziell angekündigt
-
Wirtschaftvor 2 Tagen
Niantic: Gerüchte um Verkauf von Pokémon GO an Scopely
-
Wirtschaftvor 2 Tagen
Hasbro: Monopoly GO treibt Gaming-Sparte massiv an
-
Wirtschaftvor 2 Tagen
Unity: Aktien nach Finanzzahlen im ungeahnten Höhenflug
-
Wirtschaftvor 1 Monat
King: Flexion soll Candy Crush Solitaire vermarkten
-
Wirtschaftvor 2 Monaten
Ubisoft: Assassin’s Creed Shadows erscheint erst im März 2025
-
Wirtschaftvor 2 Monaten
Games-Branche: Wahlprogramm der FDP verheißt wenig Gutes
-
Wirtschaftvor 2 Monaten
DoubleU: Kauf von Paxie Games kostet bis zu 67 Millionen US-Dollar